Die Architekturfotografie von Torben Beeg
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Architekturfotografie bildet Gebäude ab – und setzt sich mit ihnen auseinander

Blick auf die Bühne im Theater Baden-Baden. Innenaufnahme mit farblichen Kontrast mit blau und rot.
Architekturfotografie ist die Vermittlung zwischen Raum, Bauwerk und Ästhetik. Es ist die Transformation eines dreidimensionalen Bauwerks in eine zweidimensionales Bild, welche die bautechnische und ästhetische Facetten darstellt. Die Architekturfotografie dient der Dokumentation und der Rezeption des Gebäudes., sie interpretiert und inszeniert.

Dieses Genre der Fotografie braucht viel Geduld: Der Fotograf muss zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Standort die perfekte Aufnahme machen – um die Kunst des Architekten festzuhalten, um seine Intention zu verdeutlichen und um ihm den nötigen Respekt zu erweisen. Hierfür bedarf es intensiver Vorbereitung und zahlreicher Gespräche, denn nur dann ist ein perfektes Ergebnis möglich.

Foto: Theater Baden-Baden


Architektur verstehen, Architektur fotografieren

Architektur ist überall. Architektur bietet für die Fotografie ein breites Feld der Möglichkeiten: Linien, Flächen und Räume sind die Elemente der Architektur – Licht und Schatten sind die Elemente der Fotografie. Linien, Flächen und Räume interpretieren das eine, Licht und Schatten das andere. Der Fotograf bringt die wesentlichen Details des Raums zum Vorschein. Der Fotograf sieht ein Gebäude von innen und außen, kann sich förmlich in ein Gebäude hineinversetzen und dadurch einen ganz besonderen Bezug zu seinem Objekt finden.

Bauwerk und Umgebung bestimmen den Bildaufbau, womit die Architektur zum zentralen Motiv der Bildaussage wird. Jedes Gebäude kann fotografisch unterschiedlich dargestellt werden. Die Kunst des Fotografen ermöglicht, ein Gebäude in unterschiedlicher Art und Weise zu zeigen. Ziel des Architekturfotografen ist, ein Gebäude neu zu inszenieren und dabei Design und Funktionalität zu verbinden.

Foto: Palais Biron

Ansicht Palais Biron bzw. Villa Merk in Baden-Baden zur blauen Stunde mit blauem Himmel.

Innenansicht eines Konferenzraums im Achteck Arkaden Hochhaus
Fotografie und Architektur sind eng miteinander verbunden. Der Architekturfotograf benötigt neben seiner Handwerkskunst auch Verständnis und Interesse für Architektur. Nur dann kann er Technik und Ästhetik zu einer aussagekräftigen Abbildung verbinden, eine neue Inszenierung erschaffen, der Funktionalität eines Bauwerkes Rechnung tragen und das Design eines Gebäudes auf den Punkt bringen.

Fotoserien von Innenräumen erlauben, durch ein fotografisches Fenster in eine andere Realität zu springen. In eine Realität, die es dem Betrachter ermöglicht, einen Moment ohne Eile zu genießen, um die Schönheit eines Ortes richtig schätzen zu können.

Ein gutes Foto kann mehr über einen Ort aussagen als die eigene Wahrnehmung es zulassen würde. Eine kreative Innenaufnahme weckt das Interesse, indem sie gewöhnliche Motive zu einer visuellen Geschichte zusammenführt. Möbelstücke, architektonische Details, Blumen, Obstschalen, Bücher, Stoffe oder eine Kombination von Requisiten fördern die Harmonie des Gesamtbilds. Dann erwacht der Charakter eines Raumes: Natürliches Licht und perfekte Kompositionen konvergieren, um einen Moment der Schönheit zu schaffen und die Essenz des Raums einzufangen.


Architekturfotografie ist heute wichtiger als jemals zuvor, da visuelles Marketing und Image-Pflege heutzutage immer wichtiger werden. Die Erwartungshaltung ist enorm gestiegen und die Präsentation von Bauwerken im Internet oder traditionellen Portfolios sind ebenso wichtig geworden. Vor allem für Architekten, Bauherren, Investoren, Planungsbüros, Baugesellschaften, Immobilienmakler und –verwalter. Diese sollten sich mit der Bedeutung und Wirkung anspruchsvoller Architekturfotografie auseinandersetzen, denn ein Bild sagt, wie alt bekannt, nun einmal mehr als 1000 Wörter und ein Bauwerk kann mehr als 1000 Menschen dienen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass es durchaus Sinn macht, neben der Fotografie des endgültigen Ergebnisses, die Chance zu nutzen, die Entstehung des Werkes lückenlos zu dokumentieren und zu präsentieren.
Außenansicht der Achteck Arkaden in Haueberstein. Aufgenommen im Februar zur blauen Stunde

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